Kultur

„Kultur und Integration“ ist in Nürnberg anders als in vielen anderen deutschen Städten bereits seit langem Thema der Kulturpolitik und interkulturelle Kulturarbeit mittlerweile seit mehr als 30 Jahren ein wesentlicher Beitrag zum kulturellen Leben und Selbstverständnis der Stadt. Die Bemühungen in diesem Bereich betonen die Chancen und das Entwicklungspotential der Bevölkerungsvielfalt für die Stadtgesellschaft, nehmen Bezug auf gesellschaftliche Themen und wollen dazu beitragen, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg „heimisch“ fühlen.

Stadtarchiv Nürnberg F 21 Nr. 192

Vielleicht auf einem keinen anderen Feld wird die Bereicherung durch die Fähigkeiten und Kenntnisse, die Zuwandererinnen und Zuwanderer in die Gesellschaft einbringen, so unmittelbar erlebbar und sichtbar wie in der Kultur. Das interkulturelle Kulturangebot schafft Begegnungsmöglichkeiten und Formen der Bürgerbeteiligung. Die Programme der verschiedenen Kultureinrichtungen Nürnbergs zeigen, dass Kulturangebote aus den unterschiedlichen Herkunftsländern und hier lebende Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffende mit Migrationshintergrund aus den verschiedensten Sparten als zunehmend selbstverständlicher Teil das Kulturleben der Stadt bereichern.

Foto: Maria Wilhelm

Die zweimonatlich erscheinende Programmzeitung "Kultur ohne Grenzen" fungiert als Wegweiser durch das interkulturelle Nürnberg.

Foto: K.-F. Hohl

Foto: Yvonne Michailuk/© Stadt Nürnberg

Adeltraut Jakob: Grafik, Tanz, Film – Lebensentwürfe ausländischer Künstlerinnen in Nürnberg

Anhand der Lebensläufe dreier zugewanderter Künstlerinnen verdeutlicht Adeltraut Jakob sowohl die Risiken als auch die Chancen, die mit Migrationsprozessen einhergehen können. Die Wege der hinsichtlich Herkunft, Alter und künstlerischer Verwirklichung ganz unterschiedlichen Frauen zeigen eindrucksvoll, wie sich aufgrund von Migration das individuelle Dasein völlig neu gestalten kann. Eines ist allen aufgezeigten Schicksalen gemeinsam: Um in einem neuen kulturellen wie sozialen Umfeld neu anzufangen, ist sehr viel Mut und Beharrlichkeit notwendig, aber es eröffnen sich nicht selten überraschende Perspektiven und völlig neue Wege, die es lohnen, verfolgt zu werden.

Beitrag des Katalogbandes „Dageblieben! Zuwanderung nach Nürnberg gestern und heute“ des Stadtarchivs.


Foto: Christian Kalthöner

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Kapitel des Integrationsprogrammes der Stadt Nürnberg zum Thema Kultur.
Download: Kapitel "Kultur und Integration"
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Das Inter-Kultur-Büro hat sowohl innerhalb des Amtes für Kultur und Freizeit als auch darüber hinaus wichtige konzeptionelle und koordinierende Aufgaben, insbesondere im Bereich der interkulturellen Kulturarbeit und der Unterstützung und Zusammenarbeit mit Migrantenvereinen.
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Die zweimonatlich erscheinende Programmzeitung "Kultur ohne Grenzen" gibt einen Überblick über die Veranstaltungen, die das Inter-Kultur-Büro selbst oder in Kooperation mit anderen organisiert, aber auch über die zahlreichen Angebote anderer Veranstalter, insbesondere auch der interkulturellen Vereine und Initiativen.
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